Mein Kind
Das erste Lebensjahr bringt viele neue Erfahrungen mit sich. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und hat individuelle Bedürfnisse. Wir möchten Eltern dabei unterstützen, ihr Baby sicher, aufmerksam und liebevoll zu begleiten.
Jedes Kind ist einzigartig
Kein Baby ist wie das andere. Schon von Geburt an bringen Kinder ihre eigene Persönlichkeit, Entwicklungsgeschwindigkeit und Temperament mit.
Vergleiche mit anderen Kindern können verunsichern – dabei ist eine große Spannbreite völlig normal. Wichtig ist, das eigene Kind zu beobachten, ihm Zeit zu geben und seine Besonderheiten zu respektieren.
Die ideale Schlafumgebung für mein Kind
- Rückenlage zum Schlafen
- feste luftdurchlässige Matratze
- kein Kopfkissen
- leichte Bekleidung
- keine Decke
- Umgebungstemperatur 18°-20° in der Heizperiode
- Kind an den unteren Bettrand
- nur ein kleines Kuscheltier
- Rauchfreie Umgebung !
Der Baby-Schlafsack (Pucksack) ist eine sinnvolle Alternative zur Babydecke.
Er kann in Babyartikel-Geschäften gekauft oder selbst angefertigt werden.
Durch die Umhüllung der Beine reduziert er die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Kind in die Bauchlage dreht.
Durch die Öffnung im Bereich der Arme hat das Kind freie Armbeweglichkeit.
Eine gleichmäßige Bedeckung ist garantiert. Dadurch keine Gefahr der Überwärmung oder Atembehinderung
Richtige Ernährung in den ersten Lebensjahren
Die richtige Ernährung im ersten Lebensjahr ihres Kindes ist eine gute Investition in die Zukunft.
Hier finden sie die aktuellen wissenschaftlich fundierten Empfehlungen und nützliche Tipps: Ernährungempfehlungen in verschiedenen Sprachen von der ÖGKJ (Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendhelikunde)
Fieber und Infektionskrankheiten
Fieberhafte Infekte (meist durch Viren bedingt) sind im Kindesalter nicht ungewöhnlich. Sie gehen häufig mit Schnupfen, Husten, seltener mit Erbrechen und Durchfall einher. Auch Hautausschläge können im Rahmen dieser Infekte auftreten.
Sie sollten Ihr Kind bei Fieber leicht bekleiden und wenig zudecken. Außerdem sollten Sie reichlich Flüssigkeit (kühlen Tee) zuführen. Das Kinderzimmer sollte nicht überheizt sein (maximal 20 Grad).
Bei Infekten fühlt sich Ihr Kind wohler, wenn Sie (vor allem im Winter) die Luft befeuchten (Luftbefeuchter oder feuchte Tücher in Bettnähe).Die Nase sollte mit Nasentropfen (am besten Kochsalz-Tropfen aus der Apotheke) durchgängig gehalten werden.
Mitunter kann sich hinter Fieber aber eine schwere Krankheit verbergen, die unbedingt vom „Fachmann“ behandelt werden muss.
Achten Sie vor allem auf folgende Punkte:
1.) Ist das Kind normal aktiv? Oder wirkt es sehr müde, teilnahmslos? Oder ist es „übererregt“, ohne Grund unruhig?
2.) Isst bzw. trinkt Ihr Kind normal? Oder verweigert es mehrmals die Nahrungsaufnahme? Erbricht es wiederholt?
3.) Ist die Hautfarbe normal? Oder ist die Haut sehr blass, kühl oder „marmoriert“? Oder ist die Haut bläulich? Ist die Haut kalt-schweißig?
4.) Sind im Schlaf Atempausen über 15 Sekunden zu beobachten?
5.) Hat Ihr Kind hohes Fieber (über 39 Grad)?
Im Zweifelsfall sollten Sie unbedingt Ihren Kinderarzt kontaktieren !
Durch Durchführung der empfohlenen Impfungen können Sie Ihr Kind vor gewissen Infektionskrankheiten und deren Folgen schützen.
Der Impfplan wird für Österreich jährlich überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst.
Für Säuglinge und Kleinkinder sind die Impfungen großteils kostenlos. Nähere Informationen zum Impfscheck“ erhalten Sie per Internet unter: vorsorgemedizin.st
Wiederbelebungsmaßnahmen im Säuglingsalter
Die aktuellen Termine für Säuglingswiederbelebungskurse finden Sie im Kursfinder des Roten Kreuzes. Wählen Sie „Kindernotfallkurs“ als Kursformat und geben Sie Ihre Postleitzahl ein.
Im Notfall
Die folgenden Videos wurden vom Österreichischen Roten Kreuz erstellt und zeigen die wichtigsten Maßnahmen bei Kindernotfällen:
Der plötzliche Säuglingstod
Buchbeschreibung
Erscheinungsjahr 2014
Springer Verlag, Wien New York
ISBN 3-211-83170-3
www.springermedizin.de
Der plötzliche Säuglingstod (Sudden Infant Death, SID) ist trotz vieler neuer Erkenntnisse der letzten Jahre noch immer ein Rätsel und eine Herausforderung für Ärzte und andere damit befasste Berufsgruppen sowie eine ungeheure Belastung für Eltern und Angehörige. Das vorliegende Buch versucht, Klarheit in dieses komplexe Gebiet zu bringen, indem von verschiedenen Seiten der aktuelle Stand des Wissens zur Genese und Vorbeugung dieses Ereignisses beleuchtet wird. Wichtige Aspekte dabei sind Epidemiologie, Diagnose, Untersuchungsmethoden, psychologische und menschliche Gesichtspunkte, Risikofaktoren und deren Feststellung sowie Möglichkeiten der Prävention. Eigene Erfahrungen der Herausgeber und ihrer Arbeitsgruppe zur erfolgreichen Senkung der SID-Mortalität wurden eingearbeitet.
Diese umfassende und wissenschaftlich fundierte Darstellung des aktuellen Forschungsstandes festigt bzw. baut bisher Erreichtes aus, verweist aber gleichzeitig auf noch zu schließende Lücken des derzeitigen Wissens. In gut verständlicher Sprache verfasst, ist dieses Buch nicht nur für Ärzte, sondern auch für Eltern und involvierte Personen anderer Berufsgruppen (Biologen, Psychologen, Krankenpflegepersonal, Sozialarbeiter, Hebammen, Exekutive und andere) eine wichtige Informationsquelle und Hilfestellung im Umgang mit dem plötzlichen Säuglingstod.
Inhalt
- Einleitung
- Der plötzliche Säuglingstod in historischen Dokumenten, Teil 1
- Der plötzliche Säuglingstod in historischen Dokumenten, Teil 2
- Der plötzliche Säuglingstod in historischen Dokumenten, Teil 3
- SID(S) – Definition und Klassifikation
- SIDS-Mortalität im deutschsprachigen Raum und weltweit
- Untersuchung der Auffindesituation und Obduktion
- Stellung und Aufgaben der Behörden
- Plötzlicher Säuglingstod und Kriminalität
- Der plötzliche Säuglingstod und Stoffwechselstörungen
- Mögliche Ursachen für den plötzlichen Säuglingstod
- Psychosoziale Folgen des plötzlichen Säuglingstods und Familienbetreuung
- Risikofaktoren für den plötzlichen Säuglingstod
- Schlaf, autonome Regulationen und Arousals
- Apparent Live Threatening Events (ALTE)
- SIDS – ein multifaktorielles Geschehen?
- Möglichkeiten und Ergebnisse der Prävention
- Der plötzliche Säuglingstod – ein verhinderbares Ereignis?